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Fotografie im Carte-de-Visite-Format: ein historischer Überblick und ausgewählte Beispiele aus steirischen Archiven und Sammlungen


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Abstract

Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem kurz nach der Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführten neuen fotografischen Bildformat, das jahrzehntelang die Fotografie dominiert. Ausgehend von den frühen Phasen der Fotografie und ihrer künstlerischen Prägung werden die Einflüsse des neuen Formates auf verschiedene Bereiche der Fotografie dargestellt. Technische und chemische Fortschritte ermöglichen die rationelle und damit viel billigere Produktion von fotografischen Aufnahmen. Das gestattet es auch Menschen, die nicht zur ökonomischen Elite gehören, von sich Aufnahmen herstellen zu lassen. Gleichzeitig werden Porträts von hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur zum begehrten Sammelobjekt. Sie finden sich in eigens dafür hergestellten Sammelalben zusammen mit Porträts von Familienmitgliedern und befreundeten Personen. Im Vergleich zum Porträt erlangen die Stadt- und Landschaftsaufnahmen im Visitformat nur eine untergeordnete Bedeutung. Die überwiegend in Ateliers massenhaft hergestellten Visitkartenporträts weisen bei den gewählten Posen und den verwendeten Requisiten eine auf wenige, immer wiederkehrende Varianten beschränkte Inszenierung auf. Häufig wird im Atelier eine Wirklichkeit geschaffen, die sowohl beim Ambiente als auch hinsichtlich der Lebensumstände der dargestellten Personen real nicht existiert. Das wird an den ausgewählten Beispielen sichtbar. ---

Publisher

  • Publication

    Hausmannstätten: Verlag Riegler, ©2018


Is about

  • Subject

  • Period

    1850-1900


Type

  • Language


Annotations / title notes

  • Notes

    Originally presented as the author's master's thesis, Karl-Franzens-Universität Graz, 2017.


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