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Ferdinand Georg Waldmüller, 1793-1865: die Genrebilder
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Abstract
Eine Frage der Neubewertung des Schaffens von Ferdinand Georg Waldmüller ist keinesfalls eine Neubewertung der sogenannten Tatsachen, der Bildgegenstände seines Oeuvres etwa, sondern es geht vielmehr um eine Neubewertung der Sichtweise, der Herangehensweise an das Genre im frühen Realismus und schließlich um eine solche der Interpretation dessen: dabei dreht es sich vielfach um die Dechiffrierung der Bildgeschichten und um das Wie der Interaktion der Figuren im Bild. Waldmüller zeigt selbst in seiner Theorie den einzuschlagenden Weg auf: die Menschen seien in ihrem Tun und Treiben und in ihren Leidenschaften zu beobachten, das sei die ewige und einzige Wahrheit. In der Folge wurde der Versuch unternommen, neben den lauten Bildern wie etwa der Pfändung, dem Notverkauf eines Kalbes, den Delogierten, die rein thematisch Sprengkraft genug vor allem im Vergleich mit den innovativen englischen Präraffaeliten aufweisen, auch den stillen Bildern zu ihrem Recht zu verhelfen, der von jedwedem Schulzwang befreiten Rosenzeit, dem traumwandlerisch-sicheren Kirchgang im Frühling, der Erwarteten, der Versöhnung.
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Salzburg: Artbook Verlag, [2019]
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ISBN
- 9783903078277
- 3903078271
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