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Kunst für jedermann: die Gemäldekopiensammlung Bernhard August von Lindenaus
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Abstract
Die Kunsthistorikerin Sarah Kinzel widmet sich in ihrem Buch der Rekonstruktion der Gemäldekopiensammlung von Museumsgründer Bernhard August von Lindenau. Sie war der fünfte Sammlungskomplex, den Lindenau neben der Kollektion frühitalienischer Tafelmalerei, den antiken Vasen, den Gipsabgüssen und der Kunstbibliothek zusammentrug. Heute befinden sich lediglich acht von etwa 200 Gemäldekopien im Museum, da die auch nach Lindenaus Tod erweiterte Sammlung 1968/69 verkauft worden ist. Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben und anhand von Inventaren, Verkaufslisten und Archivalien die Sammlung Lindenaus rekonstruiert. Für Lindenau waren die Gemäldekopien auch Teil seiner Förderung junger Künstler, die er in die großen Museen in Deutschland schickte, um die Kopien herzustellen. Der Verkauf der Kopien geschah entgegen Lindenaus Wunsch, seine Sammlungen mögen für immer in Altenburg bewahrt werden und Interessierten zugänglich sein. Eine unwiederbringliche Lücke wurde in sein einzigartiges Sammlungskonzept geschlagen. Sarah Kinzel hat in ihrer umfassenden Darstellung ein tragisches, aber überaus wichtiges Kapitel der Museumsgeschichte aufgearbeitet und entführt den Leser in die spannende Geschichte des Kopienwesens im 19. Jahrhundert. Lindenaus Gemäldekopiensammlung wird so nach Jahrzehnten wieder ein Gesicht gegeben.
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Publication
Altenburg: Lindenau-Museum, 2015
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ISBN
- 3861041170
- 9783861041177
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